Genealogie
Die Genealogie (Abstammungslehre, Sippenforschung) ist das genetische Zusammenhängen bestimmter Lebewesen. Im engeren Sinne versteht man unter Genealogie die Familienforschung bzw. Ahnenforschung als historisches Hilfsmittel. Sie befasst sich im Großen und Ganzen mit der Abstammung von einem Lebewesen mit einem anderen Lebewesen. Die Genealogie ist die Voraussetzung in der Tierzucht für die Bewertung einer Abstammung. Die Menschen, die sich mit der Genealogie in Bezug auf den Menschen befassen, nennt man Familienforscher bzw. Genealoge. Bei der Genealogie spricht man im übertragenen Sinne auch von einer historischen Methode, bei der sich auf die verschiedenen Sachverhalte der Gegenwart konzentriert wird, wie beispielsweise Psychiatrie, Moral, persönliche Identität und sexuelle Orientierung. Mit diesen Sachverhalten findet dann eine Analyse und Erforschung der historischen Genese statt. Die Vorstellungen und Ideen dieser Sachverhalte stehen hierbei weniger im Vordergrund, viel mehr die umgebenden Disziplinen, welche die Sachverhalte konstituieren.
Es wird von einem bestimmten Menschen als Probanden ausgegangen. Von dieser Person erforscht man in aufsteigender Reihenfolge die Abstammung und somit die Vorfahren/Ahnen. In absteigender Reigenfolge werden in der Genealogie die Nachfahren ermittelt. Zu der Verwandtschaft gehören die Personen, die genealogisch miteinander zusammenhängend sind. Von Familiengeschichtsforschung spricht man erst dann, wenn die zusammenhängende Beschreibung über die dargestellte Abstammung hinausgeht. Ein eigenständiges Wissensgebiet in der Familienforschung ist die Namensforschung. Hierbei werden die Verbreitung, die Herkunft und die Bedeutung der Familiennamen untersucht.
Mit absteigenden (Nachkommen, Deszendenz) und aufsteigenden (Vorfahren, Aszendenz) Inhalten werden die Forschungsergebnisse in genealogischen Tafeln dargestellt. Diese können einerseits als Tabelle dargestellt werden und andererseits ebenso auch als Liste. Die Darstellung in aufsteigender Reihenfolge nennt man auch Ahnentafel bzw. Ahnenliste und die, der absteigenden Reihenfolge wird als Nachkommentafel bzw. Nachkommenliste bezeichnet. Wenn nur die Nachkommen von einem Menschen erfasst werden, spricht man von einer Stammtafel bzw. Stammliste. Hierbei wird darauf geachtet, wer den gleichen Familiennamen trägt oder mal trug, wer mit diesen entsprechenden Personen verheiratet war und ob eine Namensänderung so wie Adoption stattfand. Der Familienname ist in Nachschlagewerken das Sortierkriterium. Somit sind die Stammtafeln und Stammlisten eine natürliche Darstellungsform, genauso wie in Familiengeschichten. In den von einem bestimmten Menschen und dessen Nachkommen behandelten Monographien herrschen die Nachkommentafeln und Nachkommenlisten vor. Je nach Umfang des Datenmaterials wird entschieden, ob eine genealogische Ergebnis-Darstellung eher in Tabellenform oder doch besser in Listenform angewendet wird. Grundsätzlich ist es aber so, dass sich eine Listenform praktischer anbietet, wenn viele Generationen erforscht und dargestellt werden sollen. Über die Vorfahrens- und Nachkommensdarstellung hinaus gibt es die Konsanguinitätstafeln und -listen, die auch Verwandtschafts- bzw. Sippschaftstafeln genannt werden. Bei ihnen werden alle Blutsverwandten eines Probanden in aufsteigender und absteigender Folge mit verstärkten Darstellungsproblemen dargestellt. Außerdem gibt es Affinitätstafeln und -listen. Hierbei werden nicht nur Blutsverwandte aufgenommen, sondern ebenso auch die angeheirateten Personen mit deren Familien. In einem Ortsfamilienbuch werden die Einwohner von einem Ort, die einen verwandtschaftlichen Zusammenhang haben, eingetragen. Die Eintragungen in ein Häuserbuch beschränken sich lediglich auf die Hausbesitzer.